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Konzept Fotografie

Philosophie:

Die kulturelle Bildung hat die Aufgabe, die Kreativität und die gestalterischen Fähigkeiten der TeilnehmerInnen zu fördern und sie dahingehend zu sensibilisieren, dass verschiedenste Formen des künstlerischen Ausdrucks als solche wahrgenommen, wertgeschätzt und verbalisiert werden können. Auch sollen kulturelle und kommunikative Kompetenzen erweitert und auf soziokulturelle und interkulturelle Zusammenhänge verwiesen werden.

Fotografie:

Für die Fotografie als Teilbereich der kulturellen Bildung heißt das, dass die Teilnehmenden neben dem Fachwissen rund um die Fotografie auch das fotografische Sehen erlernen sollen, ebenso wie die sprachlichen Mittel, ihre Motivation und ihren künstlerisch-kreativen Ansatz verbalisieren zu können. In Zeiten, wo (fast) jedes Mobiltelefon eine eingebaute Kamera hat, geht es aber auch um den kritischen Umgang mit dem Medium Fotografie und der entstehenden Bilderflut – gerade auch wenn es um das sofortige Teilen von Bildern in sozialen Netzwerken geht. Für diese Thematik sind vor allem junge Teilnehmende zu sensibilisieren.

Wenn die technischen Voraussetzungen bestehen, sollte es eine Aufgabe sein, alte Techniken (wie die analoge Fotografie) als Kulturgut zu bewahren und zu vermitteln.

 

 

 

 

 

 

Ziele:

Die Teilnehmenden sollen

  • Grundkenntnisse und Fachbegriffe der Fotografie erwerben
  • fotografisches Sehen lernen und die damit verbundenen ästhetischen Regeln von Bildaufbau, Komposition, Kontrast, Rhythmus…
  • über die rechtlichen Grundlagen informiert werden (Recht am eigenen Bild…)
  • Möglichkeiten geboten werden, über das Basiswissen hinaus spezifische fotografische Schwerpunkte und Techniken zu erlernen und ihr Fachwissen zu erweitern
  • Bildbearbeitungs- und Verarbeitungsprogramme kennenlernen und anwenden können
  • die Geschichte der Fotografie theoretisch vermittelt bekommen und sich kritisch mit (zeitgenössischen) fotografischen Positionen auseinandersetzen
  • untereinander in einen Austausch kommen und ihr eigenes Tun adäquat reflektieren und verbalisieren können

Thema

Inhalte (beispielhaft)

Geschichte der Fotografie

  • Entwicklung von Kamera und Linsen
  • Fotografische Bildgebungsverfahren
  • Verschiedene analoge Bildgebungsverfahren versus digitaler Bilderfassung mittels Sensor

Grundwissen

  • Fachbegriffe
  • Umgang mit der Kamera
  • Speicherung und Beschriftung von Bildern

Fotografisches Sehen

  • Bildausschnitte erkennen
  • Kontraste sehen
  • Rhythmus und Wiederholung erkennen
  • Das Besondere im Alltäglichen finden
  • Perspektive und Standpunkt

Gesetzesgrundlagen

  • Recht am eigenen Bild
  • Straßenfotografie
  • Gebäude
  • Teilen von Bildern in sozialen Netzwerken

Bildaufbau und Komposition

  • Goldener Schnitt, Drittelregel, Fibonacci-Reihe…
  • Linie versus Fläche
  • Schwerpunktsetzung und Lenkung des Blicks

Bildbearbeitung

  • Grundlagen der Bildbearbeitung
  • Weiterführende Elemente der Bildbearbeitung
  • Bildbearbeitung am Smartphone
  • Zusammenstellung von Fotobüchern

Genres

  • Digitale Fotografie für Einsteiger und Fortgeschrittene
  • Portrait-Fotografie
  • Nachtfotografie beziehungsweise Langzeitbelichtung
  • Aktfotografie
  • Food Photography
  • Handy-Fotografie
  • Analoge Fotografie
  • Schwarzweißfotografie
  • Pinhole/Lochkamera
  • Street Photography
  • Foto-Spaziergänge
  • Fotobücher
  • Hochgeschwindigkeitsfotografie
  • Blitzlicht

Bildbetrachtung

  • Welche fotografischen Positionen gibt es in der zeitgenössischen Kunst und in der Kunstgeschichte?
  • Vergleich Malerei – Fotografie (was meint fotorealistisch?)
  • Bilderflut – wie stechen meine Fotografien aus der Masse heraus?
  • Austausch der Teilnehmenden untereinander

Kommunikation und Vermittlung

  • Findung von Themen und Schwerpunkten
  • Benennung von Techniken und Motivation

Veröffentlichung und Wettbewerbe

  • Wo kann ich mein Bild (online) teilen?
  • Welche Wettbewerbe gibt es?
  • Welche Dinge muss ich bei Einsendungen beachten?
  • Fotobücher und Karten
  • Wie wähle ich ein Bild aus und bezeichne es als gelungen?

Kursleitungen, Kursankündigungen, Kursformate

Die Kursleitungen im Bereich Fotografie blicken oft auf jahrelange Erfahrungen als Fotografierende und Vermittelnde beziehungsweise Lehrende zurück. Thematisch entwickeln sie sich weiter und bleiben an aktuellen Techniken und Thematiken. Hier sind vor allem ausgebildete, professionelle Fotografinnen und Fotografen gefragt, ihr Wissen weiterzugeben und das Fachwissen angemessen zu vermitteln. Doch auch engagierte Laien, die über spezifisches Wissen (zum Beispiel über eine Fotografieszene oder –strömung beziehungsweise bestimmte Techniken) verfügen, sind gefragt und als Kursleitung gewünscht.

Wünschenswert wäre es, den Anteil an Frauen als Kursleitungen zu erhöhen, ebenso den Anteil an jüngeren Dozierenden (das heißt bis Mitte 30). Der demografische Wandel muss auch bei den Kursleitungen bedacht werden.

Neben dem klassischen wöchentlich stattfindenden Kurs sollte es auch andere zeitliche Formate geben wie geblockte Einheiten am Wochenende. Auch über den Einsatz von ganz anderen Vermittlungsformen sollte nachgedacht werden, zum Beispiel kurze Tutorials online stellen… Die neuen Medien sollten nicht nur inhaltlich eingesetzt werden, sondern sich auch methodisch wiederfinden.


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