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Modelle für die Integration von Flüchtlingen in der Arbeitswelt (MILAR)


Flüchtlinge, die nach Europa gekommen sind, brauchen eine wirtschaftliche Perspektive. Und  zwar möglichst eine, in der sie selbst aktiv sind und die ihnen hilft, sich in die neue Umgebung zu integrieren. Im Idealfall tragen sie so zum wirtschaftlichen Aufschwung ihrer neuen Heimat bei.

Das Projekt MILAR

Das EU-Projekt MILAR (Modelli Inclusione Lavoro Rifugiati, also: Modelle für die Integration von Flüchtlingen in der Arbeitswelt), an dem die VHS Hannover als einer von fünf Partnern beteiligt ist, untersucht Formen der Sozial- und Alternativ-Wirtschaft. Wie tauglich sind diese, Flüchtlingen die Integration in Wirtschaft und Gesellschaft zu ermöglichen?

Das MILAR-Konsortium besteht aus Trägern der Erwachsenenbildung in Deutschland, Großbritannien, Schweden und Italien sowie der Region Emilia Romagna. Die Leitung hat Consorzio OPEN, ein Zusammenschluss von 30 Bildungs- und Sozialinitiativen aus Verona.

Projektablauf

In dem dreijährigen Projekt (von Oktober 2016 bis Februar 2019) werden bestehende Formen von "Sozialgemeinschaftsunternehmen" analysiert. Darunter versteht man unternehmerische Initiativen, bei denen nicht der Profit an erster Stelle steht sondern der Nutzen für die Gemeinschaft, möglichst in Verbindung mit einem Graswurzel-Ansatz: Menschen schließen sich zusammen, um aus eigener Kraft etwas aufzubauen. Ein typisches „Social Community Enterprise“ (SCE) wäre eine Kooperative von Kleinbauern, die ihre Produkte gemeinsam in der nächsten Stadt vermarkten. Solche Initiativen mögen zwar auch darauf zielen, den Beteiligten ein Einkommen zu sichern, gleichzeitig haben sie jedoch das Gemeinwohl im Auge, zum Beispiel das soziale Leben in der Stadt oder ökologische Aspekte.

Die Projektpartner in MILAR sammeln solche Ansätze in den vier Ländern, um sie zu analysieren und bekannt zu machen. In weiteren Schritten wird getestet, ob und wie solche Wirtschaftsmodelle von Zuwanderern genutzt werden können.

Projektabschluss

70 Sozialarbeiter*innen und Akteure aus der Kooperativen-Szene kamen am 23. Januar 2019 im italienischen Bologna zusammen, um die Ergebnisse des MILAR-Projekts kennenzulernen. In diesem hatten die VHS Hannover und vier Partner-Organisationen aus Italien, Großbritannien und Schweden zweieinhalb Jahre lang in Theorie und Praxis untersucht, wie sozialwirtschaftliche Unternehmen dabei helfen können, Geflüchtete schnell in Arbeit und Gesellschaft zu integrieren. Die vier Erwachsenenbildungseinrichtungen und die Region Emilia-Romagna werden versuchen, dieses Thema in weiteren EU-finanzierten Projekten weiter zu bearbeiten. Den Besuch in Bologna nutzen sie auch, um die Täschnerei der Kooperative Lai-momo im Dorf Lama di Reno bei Marzabotto zu besuchen, wo Geflüchete im Lederhandwerk ausgebildet werden. Diese Initiative war ein wichtiges Modell für die Arbeit des Projektkonsortiums gewesen.

Impressionen

Bildnachweis: VHS Hannover/Christian Geiselmann

> Website des Projekts MILAR (Englisch)

Ihr Ansprechpartner

Die Europäische Union fördert das Projekt mit 330 000€ aus dem Programm Erasmus Plus.


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