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Wider den Identitätsfetisch

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Mittwoch, 11. Dezember 2019 18:30–20:45 Uhr

Kursnummer 12807V1
Dozentin Maria Tsenekidou
Datum Mittwoch, 11.12.2019 18:30–20:45 Uhr
Anzahl Termine 1 x
Gebühr kostenlos Entgeltfrei
Ort

Volkshochschule Burgstraße
Burgstraße 14
30159 Hannover

Kursort

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Dass soziale Bewegungen einer kollektiven Identität bedürfen, um eine soziale Bewegung zu sein, gehört zu den Standardnarrativen der Bewegungsforschung. Im Vortrag wird diese Grundannahme und die damit verbundene schwammige Begriffsverwendung aus politisch-psychologischer Sicht problematisiert. Entlang der Auseinandersetzung mit netzmobilisierten kosmopolitischen Formationen wie Occupy und Anonymous, die in mehrfacher Hinsicht auf Heterogenität bzw. inklusive Vielfalt in den 'eigenen Reihen' setzen, wird eine alternative Perspektive auf Politisierungs- und Solidarisierungsprozesse unter digitalen und neoliberalen Bedingungen vorgeschlagen. Ausserdem werden aktuelle Auffassungen von einer Notwendigkeit starker linker Identitätspolitik als Gegenpol zur boomenden rechten Identitätspolitik infrage und Erfordernisse progressiver 'linker Alternativen' jenseits des Identitätsfetischs zur Diskussion gestellt.


Referentin:
Maria Tsenekidou, Sozialwissenschaftlerin, Hannover
Moderation:
Prof. Dr. Rolf Pohl, ehemals Leibniz Universität Hannover/Institut für Soziologie

Einführungstext
Veranstaltungsreihe
IDENTITÄTSSEHNSUCHT – ÜBER DEN
FRAGWÜRDIGEN UMGANG MIT EINHEIT
UND VERSCHIEDENHEIT
23. Oktober 2019 bis 5. Februar 2020
In Zeiten gesellschaftlicher Krisen und politischer
Umbrüche nimmt die Sehnsucht nach
Identitätskonzepten zu, die klare Abgrenzung
nach außen und Harmonie nach innen versprechen.
Dabei wird verkannt, dass „innen“
und „außen“, „Eigenes“ und „Nicht-Eigenes“
je nach ideologischen Vorgaben konstruiert
werden. Das öffnet Tür und Tor für einfache
Welterklärungsmuster und demagogische
Heilsversprechungen. Auch aktuell ist diese
Gefahr wieder größer geworden. Das lässt
sich an der inflationären Verbreitung des Identitätsbegriffs
in verschiedenen politischen,
gesellschaftlichen und wissenschaftlichen
Diskursen zeigen. In dieser Vortragsreihe wird
die Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule
Hannover den damit verbundenen
Fragen und Problematiken in Kooperation mit
der Arbeitsgemeinschaft Politische Psychologie
(www.agpolpsy.de) und dem Institut für
Soziologie an der Leibniz Universität Hannover
(www.ish.uni-hannover.de) an ausgewählten
Beispielen nachgehen.


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