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Das neue Wahlrecht und die Landfrauenbewegung.

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Dienstag, 08. Oktober 2019 18:30–21:30 Uhr

Kursnummer 12822V1
Dozentin Dr. Anke Sawahn
Datum Dienstag, 08.10.2019 18:30–21:30 Uhr
Anzahl Termine 1 x
Gebühr kostenlos Entgeltfrei
Ort

Volkshochschule Burgstraße
Burgstraße 14
30159 Hannover

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Als im November 1918 auch den Frauen das Wahlrecht zugestanden wird, äußern sich einige von ihnen recht unterschiedlich: die in Vereinen organisierten Hof- und Grundbesitzerinnen, Bäuerinnen. 1915 wird in der Provinz Hannover der erste Landfrauenverein gegründet (genau: Landwirtschaftlicher Hausfrauenverein LHV), 17 Jahre nach der Begründung der deutschen Landfrauenbewegung (1898) durch die ostpreußische Gutsfrau Elisabet Boehm. Das Meinungsspektrum reicht von Ablehnung der Verfassung mit dem demokratischen Wahlrecht („Was geht mich das an?“) bis zur Zustimmung, da Wahlenthaltungen die Gegenpartei stärken könnten. Eine rege Wahlbeteiligung sei „heiligste Pflicht“. Diese Frauen vom Land befürchten durch Sozialismus Chaos und Anarchie. Sie sehen die antirepublikanische „staatserhaltende“ Deutschnationale Volkspartei (DNVP) als ihre politische Heimat an. Die neuen Rechte nutzen die Landfrauenvereine für eine ausgesprochene Lobbypolitik. Bis 1933 sammeln sich in der Provinz Hannover 6.000 Mitgliedsfrauen von insgesamt 100.000 Landfrauen im Deutschen Reich.

Vortrag von Dr. Anke Sawahn, HIstorikerin

Einführungstext für die Veranstaltungsreihe
Weimarer Farbenlehre: Schwarz-rot-gold oder Schwarz-weiß-rot?
Mit den Worten: "Es lebe das Neue", ruft Philipp Scheidemann am 9. November 1918 die Republik aus. Die neue Republik übernimmt die Farben der demokratischen Bewegung von 1848: Schwarz-Rot-Gold – und behält zugleich die Farben des alten Kaiserreichs, Schwarz-Weiß-Rot, als offizielle Handelsflagge.

Die widersprüchliche Weimarer Farbenlehre steht symbolisch für die gesellschaftlichen Machtkämpfe zwischen 1918 und 1933. Denn die Mächte des alten Reichs, Adel, Militär und Wirtschaft, sind keineswegs überwunden. Als Gegner der Demokratie erobern sie schrittweise die Institutionen der Republik.

Die Vortragsreihe vermittelt kritische Einblicke in politische und gesellschaftliche Entwicklungen der Weimarer Republik, am Beispiel der Stadt und Provinz Hannover.

Veranstalter: Historisches Museum Hannover, Volkshochschule Hannover.


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