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Brauchen wir eigentlich "Identität"?

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Mittwoch, 23. Oktober 2019 18:30–20:45 Uhr

Kursnummer 12805V1
Kursleitung Prof. Dr. Rolf Pohl
Datum Mittwoch, 23.10.2019 18:30–20:45 Uhr
Anzahl Termine 1 x
Gebühr kostenlos Entgeltfrei
Ort

Volkshochschule Burgstraße
Burgstraße 14
30159 Hannover

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Der Begriff „Identität“ ist ein inflationär verbreitetes Modewort geworden. Sein Reiz liegt dabei in seiner Unbestimmtheit, die ihn letztlich gegen alles, was als nicht-identisch gilt einsetzbar macht. Vor allem in der Beschwörung einer kollektiven, also einer nationalen, kulturellen oder einer geschlechtlichen Identität wird diese Gefahr deutlich. Der Identitätsbegriff
suggeriert dabei das Vorhandensein klarer Differenzen und eine wesensmäßige Einheit mit sich selbst beziehungsweise mit
der eigenen Gruppe. Die ersehnte innere Homogenität, Reinheit und Widerspruchsfreiheit kann aber nur durch die Ausgrenzung
und Verfolgung derjenigen erreicht werden, die längst als nicht dazugehörig definiert und gerade deshalb als bedrohlich empfunden werden. Der Vortrag wird diesen Fallstricken des Identitäts-Begriffs aus einer sozialpsychologischen Perspektive nachgehen.

Referent: Prof. Dr. Rolf Pohl, ehemals Leibniz Universität Hannover/Institut für Soziologie
Moderation: Arzu Altug, VHS Hannover

Einführungstext
Veranstaltungsreihe
IDENTITÄTSSEHNSUCHT – ÜBER DEN FRAGWÜRDIGEN UMGANG MIT EINHEIT
UND VERSCHIEDENHEIT
23. Oktober 2019 bis 5. Februar 2020
In Zeiten gesellschaftlicher Krisen und politischer
Umbrüche nimmt die Sehnsucht nach
Identitätskonzepten zu, die klare Abgrenzung
nach außen und Harmonie nach innen versprechen.
Dabei wird verkannt, dass „innen“
und „außen“, „Eigenes“ und „Nicht-Eigenes“
je nach ideologischen Vorgaben konstruiert
werden. Das öffnet Tür und Tor für einfache
Welterklärungsmuster und demagogische
Heilsversprechungen. Auch aktuell ist diese
Gefahr wieder größer geworden. Das lässt
sich an der inflationären Verbreitung des Identitätsbegriffs
in verschiedenen politischen,
gesellschaftlichen und wissenschaftlichen
Diskursen zeigen. In dieser Vortragsreihe wird
die Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule
Hannover den damit verbundenen
Fragen und Problematiken in Kooperation mit
der Arbeitsgemeinschaft Politische Psychologie
(www.agpolpsy.de) und dem Institut für
Soziologie an der Leibniz Universität Hannover
(www.ish.uni-hannover.de) an ausgewählten
Beispielen nachgehen.


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30159 Hannover

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