70 Jahre Kunst am Bau in Deutschland

Die Ausstellung "70 Jahre Kunst am Bau" sowie das dazugehörige Begleitprogramm wird pandemiebedingt auf Oktober 2022 verschoben. Neuer Termin: 11. Oktober bis 15. November 2022 

 

Seit 70 Jahren bereichert Kunst am Bau unseren Alltag. In nahezu allen Einrichtungen des Bundes gibt es sie, gleichwohl sind nur die wenigsten Kunstwerke allgemein bekannt. Mit der zum Jubiläum durch das Bundesamt für Bau- und Raumordnung entwickelten Wanderausstellung „70 Jahre Kunst am Bau in Deutschland“ möchten wir dies ändern. Die Ausstellung wandert über einige Stationen durch die Bundesrepublik und präsentiert rund 60 Kunstwerke aus sieben Jahrzehnten aus dem gesamten Bundesgebiet. Die gezeigten Kunstwerke werden in ihrem räumlichen, institutionellen und historischen Kontext vorgestellt und laden zu einem Streifzug durch die Geschichte der Bundesrepublik ein. 

Die Ausstellung wird die ersten sechs Wochen des Jahres 2022 im Foyer der VHS Hannover zu sehen sein. Zusätzlich gibt es an fünf Donnerstagen während und einem zusätzlichen Dienstag zum Ende der Ausstellung ein Begleitprogramm, das den Blick auf Bund, das Land und insbesondere Hannover legt. Hier ist in der Vermittlung und dem Erleben vor Ort eine Zusammenarbeit mit „Kunst umgehen“ angedacht.

Die Ausstellung, Kooperation des BBK, der VHS Hannover und dem Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover, zeigt in 11 Stationen unterschiedliche Schwerpunkte zu Kunst am Bau in Deutschland auf und legt einen weiteren Fokus auf Niedersachsen. 

++ Die Ausstellung sowie das Begleitprogramm werden pandemiebedingt auf Oktober 2022 verschoben ++

Vernissage
Foyer der VHS, Burgstraße 14

Die Hauptakteure der Ausstellung begrüßen Sie und geben einen Einblick in die Ausstellung. Dr. Ute Chibidziura (Bundesamt für Bau- und Raumordnung) führt ausführlich in die Ausstellungsgenese, das Besondere an der Kunst am Bau und die Rolle der Bundesrepublik als Bauherrin ein. Voraussichtlich wird die Einführung von Frau Dr. Ute Chibidziura gestreamt.

  • Dr. Ute Chibidziura (BBR),
  • Jacqueline Knaubert-Lang (VHS Hannover),
  • Dagmar Schmidt (BBK)

 

Impulsvortrag „Die obsolete Stadt – Ressourcen für morgen“ und
Foyer der VHS, Burgstraße 14

Prof. Stefan Rettich stellt in seinem Vortrag Inhalt und Methodik des gleichnamigen Forschungsvorhabens an den Universitäten Hamburg-Harburg und Kassel dar und erläutert die Möglichkeiten zur Entwicklung der Stadt. Aktuell wird für die Innenstädte eine stärkere Erlebnisorientierung gefordert. Diese Strategie verlangt nach der Berücksichtigung der Gesamtheit aller innerstädtischen Nutzungen - Einzelhandel, Gastronomie/Hotellerie, Bildung, Dienstleistungsunternehmen/öffentliche Verwaltung, Freizeit und Kultur, die das sogenannte innerstädtische Nutzungshexagon bilden. Die sich anschließende Podiumsdiskussion fragt nach den Potentialen von Kunst und Kultur für die Innenstadt. Wie kann Kunst am Bau in die Stadt ausstrahlen? Welche Bedeutung hat Kunst im öffentlichen Raum für eine „Renaissance der Innenstadt“?

Podiumsdiskussion „Stadtentwicklung mit Kunst?“

  • Prof. Stefan Rettich (Uni Kassel)
  •  Lotte Lindner (Künstlerin, Hannover)
  • Robert Marlow (AK Nds.)
  • Dilek Ruf (BDA Hannover)
  • Thomas Vielhaber (Dezernent LHH) 

Moderation: Giso Westing 

 

Vortrag „Kunst und Bau - ein reflexiver, kritischer Querschnitt mit Beispielen aus Bund, Länder, Kommunen und internationale Beispiele“ 
Foyer der VHS, Burgstraße 14

Die lange Geschichte der Kunst und Bau hat eine Vielzahl von Kunstwerken in und an Bauwerken hervorgebracht. Dr. Martin Seidel gibt einen Überblick, hinterfragt kritisch Werkbeispiele und fordert das Publikum zur Reflexion heraus. 

  •  Dr. Martin Seidel (Bonn) 

Moderation: Ivana Rohr (Künstlerin, Hannover) 

 

Diskussion und Podium „Status Quo Kunst in der Stadt/am Bau“
Foyer der VHS, Burgstraße 14

Wie steht es um die Kunst am Bau/Kunst im öffentlichen Raum? Wie wird in Niedersachsen und seinen Kommunen damit umgegangen? Welche Aspekte sind für die Pflege/Erhalt der Kunst bedeutungsvoll? Welche Bedeutung hat die Vorbildrolle des Bundes? Welche Erfahrungen machen die Beteiligten bei der Umsetzung und Rezeption von Kunst bei Zuwendungsbauten? Was passiert mit Kunstwerken, die in die Jahre gekommen sind? Können Kunstwerke altern? Ist Kunst am Bau (noch) zeitgemäß? Welche künstlerischen Ausdrucksformen/Medien könnten zeitgenössische Kunst am Bau sein? Diese und weitere Fragen verhandeln die Podiumsgäste.

  •  Prof. Martin Krenn
  • Gert Leissing, Präsident des Niedersächsischen Landesamtes für Bau und Liegenschaften
  • Thomas Kaestle

 Moderation: Dr. Carina Plath (Sprengel Museum Hannover) 

 

Handwerk hat goldenen Boden
Foyer der VHS, Burgstraße 14

  • Bürgerbüro Stadtentwicklung Hannover 

 

Finissage und Gespräch „Kunstgelegenheiten – Ausblick Niedersachsen“
Foyer der VHS, Burgstraße 14

Kunst am Bau ist die Gelegenheit, zeitgenössische Kunst mitten im Alltag der Menschen zu platzieren und dadurch wertvolle Angebote zu Identifikation und Austausch zu machen. Kunst am Bau ist auch Förderung – für Ausführende und für Kunstschaffende in wirtschaftlicher Hinsicht, für Auftraggeber und Nutzer der Gebäude in kultureller. Die sich hier bietenden „Kunstgelegenheiten“ hat Dr. Johannes Stahl als Thema des Gesprächs zur Finissage der Ausstellungsstation in Hannover gesetzt.

  • Dr. Johannes Stahl

Moderation: Anna Mülter (Leiterin Festival TheaterFormen)